Dienstag, 20. Oktober 2015

Apfelschneckenkuchen + Äpfelpflücken im Alten Land.

Hallo Welt!

Der Herbst ist definitiv meine liebste Jahreszeit: Frische, klare Luft, erquickende Spaziergänge, buntes Laub und bunte Bäume, kuschelige Schals und Pullis, Kerzenlicht, Bastelprojekte, warme Getränke, kuschelige Abende zuhause auf dem Sofa, Kastanien, Blätter und Eicheln für die Herbstdeko sammeln, wärmende Suppen, Serien-Marathons im Bett und Pumpkin Spice Everything. Doch am liebsten mag ich den Herbst, wenn er sich von seiner sonnigen und trockenen Seite zeigt - dann bin ich besonders gerne draußen unterwegs. Der Herbst meinte es also besonders gut mit uns als der Herzmann vor zwei Wochen wieder zu Besuch in Hamburg war und wir dem Alten Land einen kleinen Besuch abstatteten - eines unserer liebsten Rituale.


An diesem sonnigen Sonntag vor zwei Wochen machten wir uns also auf den Weg zum Herzapfelhof Lühs in Jork im Alten Land - und mit uns ganz Hamburg. Um den hübschen Hofladen, den Hof und den Herzapfel-Garten wimmelte es nur so von fleißigen Selbstpflückern, die ihre prall gefüllten Körbe entweder zum Wiegen brachten oder an den Apfelbäumen nach DEM Prachtexemplar suchten. Nach einer kurzen Einführung ging es dann auch schon los: Ausgestattet mit einem großen Korb durchkämmten wir die Apfelbaum-Reihen und machten dabei Bekanntschaft mit den ulkigsten Apfelsorten, deren Namen auf kleinen Täfelchen an den Bäumen befestigt waren. So mussten der Herzmann und ich herzlich über den "Ulmer Polizeiapfel" lachen.


Zutaten

Für die Füllung:
500 g Äpfel
1 Zitrone
75 g Zucker
80 g Rosinen
80 g Mandelstifte

Für den Hefeteig:
400 g Mehl
1 Päckchen Trockenhefe
250 ml Milch
75 g Butter
100 g Zucker
1 Päckchen Vanillin-Zucker
1 Ei
eine Prise Salz

Für die Glasur:
75 g Puderzucker
etwas Wasser


Zubereitung

Die Äpfel waschen, schälen und in kleine Stücke schneiden. Die Stücke mit dem Saft der Zitrone und dem Zucker in einen Topf geben und circa 5 Minuten zugedeckt dünsten lassen - anschließend auskühlen lassen. Das Mehl und die Trockenhefe in einer Schüssel gut mischen. In einem kleinen Töpfchen die Milch erwärmen und die Butter darin schmelzen. Den Zucker, den Vanillin-Zucker, das Ei, etwas Salz und die Butter-Milch in die Schüssel zum Mehl geben und alles zusammen gut verrühren/ verkneten. Die Schüssel an einen warmen Ort stellen und den Teig etwa 40 Minuten gehen lassen. Anschließend den Teig noch einmal kurz durchkneten und auf etwas Mehl zu einem Rechteck ausrollen. Die Apfelfüllung gleichmäßig auf dem Teig verteilen und den Teig von rechts oder links aufrollen (von der kürzeren Seite). Die Rolle nun in Scheiben schneiden - etwa 3 - 4 cm dick. Nun die Scheiben in eine Auflauf- oder Backform dicht nebeneinander legen und zunächst noch einmal circa 15 Minuten gehen lassen. Im vorgeheizten Backofen (200 °C) circa 20 Minuten backen. Wenn der Apfelschneckenkuchen ausgekühlt ist, Puderzucker und etwas Wasser glatt rühren und die Schnecken damit bestreichen.


Ich persönlich mag die Apfelsorte "Elstar" sehr gerne (dicht gefolgt von "Golden Delicious") - und damit bin ich einer von vielen, vielen apfelessenden Nordeuropäern, denn die Sorte gehört zu den beliebtesten hier. Sehr praktisch also, dass der Hof-Garten mit so einigen Elstar-Apfelbäumen bestückt war - so konnte ich ordentlich zugreifen und war vollkommen in meinem Pflück-Element. Vorsicht ist jedoch geboten: Nicht von allen Bäumen darf man munter seine Äpfel pflücken und naschen, denn für einige Apfelbäume kann eine Patenschaft übernommen werden - ist das nicht herzig? So kann man also zur Apfelsaison vorbeikommen und vom eigenen Baum ernten. Eine tolle Alternative für alle Stadtmenschen, die keinen eigenen Garten mit Apfelbaum haben.


Da wurde ich doch tatsächlich von einer verwunderten Dame angeschrieben, die mir bei Instagram folgt und wohl auch im Alten Land wohnhaft ist, wo denn plötzlich dieser Trend herrühre sein Obst selbst pflücken zu wollen und dafür extra von weit her mit dem Auto anzureisen. Sie würde da einfach in ihren Garten rausgehen und sich am eigenen Baum bedienen. Und da habe man's - ich habe keine Bäume in meinem Garten, um davon pflücken zu können. Genau genommen habe ich nämlich noch nicht einmal einen Garten. Und hinzu kommt, dass ich nicht müde werde zu betonen, wie wunderschön das Alte Land ist und es einfach eine tolle Beschäftigung an einem sonnigen Sonntagnachmittag ist, Äpfel selbst aussuchen und pflücken zu können. Aber vielleicht bin ich da einfach nur ein langweiliges Stadtkind, das mit seinem Sonntag nichts Besseres anzufangen weiß. Ist dieses "Obstpflücken" tatsächlich ein neumodischer Trend?


Was mögt ihr am Herbst am liebsten? Und pflückt ihr euer Obst auch gerne selbst? 

Lasst es euch gut gehen!

Liebst
Eure Vivienne

1 Kommentar:

  1. Mmh, lecker und tolle Fotos, die ich ja auch schon auf IG bewundert habe!

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