Sonntag, 5. Oktober 2014

Aus alt mach neu: Aufmöbel-Workshop in der Stukenbrock Wohnwerkstatt.

Hallo Welt!



Wer meinem Blog via Instagram oder Facebook folgt, der wird es wahrscheinlich schon entdeckt haben: Am Samstag vor zwei Wochen hatte ich die großartige Möglichkeit unter professioneller Anleitung einen kleinen Holz-Tritt aufzumöbeln. Die liebe Anja hatte für uns Hamburger Bloggerinnen - Nina, Susanne, Claudia und Julika - einen Termin für einen Aufmöbelworkshop in der Stukenbrock Wohnwerkstatt bei Marion und Ralf Stukenbrock ausklamüsert. Ich war sofort Feuer und Flamme, denn ich dachte dabei an meinen Sekretär und meine große Holzkiste von meinen Großeltern - beide Möbelstücke wollte ich schon lange wieder erstrahlen lassen. Doch Sekretär und Holzkiste standen noch in unserem Keller in Wiesbaden. Außerdem wäre es wahrscheinlich unmöglich gewesen auch nur eines der beiden Möbelstücke nur annähernd an einem Tag fertig aufzumöbeln. Und als mich Marion dann noch vorweg darauf aufmerksam machte, dass ich bei der Wahl meines Möbelstückes darauf achten sollte, dass es nicht noch gebeizt ist, war ich mir sicher, dass ich Omas Sekretär aus den 70iger Jahren (Marion meinte, dass meist Möbelstücke aus dieser Zeit gebeizt seien) lieber in Wiesbaden lassen würde.


Und so begab ich mich gemeinsam mit dem Liebsten - der vor drei Wochen über das Wochenende da war - auf Kleinmöbel-Suche auf dem alsterfloh-Flohmarkt. Die Auswahl war begrenzt, der Unmut schnell sehr groß und die wenige gemeinsame Zeit wollte man nicht allzu lange mit der Suche auf diversen Flohmärkten verbringen. Doch dann erspähte ich diesen kleinen, unscheinbaren Holz-Tritt - versteckt unter einem Haufen alter Schuhe. Ich erstand ihn für 4,50 Euro und freute mich darüber, dass ich die Verkäuferin noch um 50 Cent herunterhandeln konnte (wer meinen Beitrag über meine Flohmarktbesuche hier gelesen hat, der weiß, wie großartig ich im Handeln auf Flohmärkten bin... nicht). Ich freute mich doch ein "Möbelstück" gefunden zu haben, welches ich auch noch hervorragend hier in meiner kleinen 30 Quadratmeter-Butze unterbringen konnte.


So holte mich Anja frisch und fröhlich am Samstagmorgen vor zwei Wochen mit dem Auto vor meiner Haustür ab (noch einmal an dieser Stelle ein großes Dankeschön an Dich, Anja!). Und als ich ihr meinen Holz-Tritt zeigte, musste sie fast schon lachen. "Damit bist Du ja mittags schon fertig!" Ich fühlte mich fast schon schlecht und schämte mich richtig Marion meine kleine Errungenschaft zu präsentieren. Und als wir bei Stukenbrocks Wohnwerkstatt im idyllischen Wistedt in der Nordheide ankamen, fragte mich Marion tatsächlich gleich: "Hast Du nur das? Da bist Du ja heute Mittag fertig!" Mh...


Aber ich ließ mich nicht entmutigen. Nach einem Begrüßungskaffee an Marions wunderschönem Esstisch machte ich mich frisch ans Werk... Fotos zu machen. Von den eifrigen Bloggerinnen, von Kater Manfred, von meinem Holz-Tritt, usw. - bis Ralf mich ansprach, dass ich ja auch nicht mit meinem Möbelchen weiterkommen würde. Und so drückte er mir Schleifpapier in die Hand und ließ mich schleifen. Ich schliff akribischst an meinem kleinen Holz-Tritt und war der Meinung, dass ich das ziemlich gut machte. Ich schliff sogar so akribisch, dass sich mein Schleifpapier irgendwann auflöste. Und als ich dann fertig war, lachte Marion mit den Worten: "Du hättest das eigentlich gar nicht abschleifen brauchen. Das war nur zur Beschäftigung." Menno!


Nach dem wirklich erschöpfenden Abschleifen und Fotografieren wartete zum Glück schon eine Stärkung auf uns: Marion hatte den unfassbar leckeren, regionalen Eintopf-Klassiker "Birnen, Bohnen und Speck" zubereitet (und den Speck durch Kassler ersetzt). Ein wundervolles Herbstgericht und so herzerwärmend. Ich war hin und weg und widmete mich anschließend frisch gestärkt dem Anstrich. Ich wollte den Holz-Tritt im Shabby-Look erstrahlen lassen und ließ mich von Marion beraten. Im zweiten Schritt strich ich also die Teile meines Holz-Tritts mit brauner Bindefarbe an und ließ sie anschließend trocknen. Die Wartezeit vertrieb ich mir übrigens damit ein Küchen-Holzbrettchen, welches Ralf für mich zurecht gesägt hatte, abzuschleifen (dieses Mal war es tatsächlich zwingend notwendig) und zu beizen. Zuhause habe ich es dann noch mit Olivenöl eingerieben - auf Anweisung von Marion hin. Es steht jetzt in meiner Küche und jedes Mal, wenn ich reinkomme, freue ich mich darüber.


Den sagenhaften Käsekuchen oben im Bild hatte übrigens Nina für uns gezaubert - ein wahnsinnig köstlicher und mächtiger New York Cheesecake mit Himbeersoße. Wenn Blogger zusammen kommen, gibt es ja zum Glück auch immer etwas Gutes zum Verschnabulieren. Hach. Aber wir waren ja nicht zum Essen da! Also zurück zur Arbeit: Sobald die braune Farbe auf meinem Holz-Tritt getrocknet war, strich ich mit weißer Bindefarbe einfach drüber. Wieder musste ich das Ganze trocknen lassen und nutze die Zeit mich mit Kater Manfred anzufreunden und mit den anderen Blogger-Mädels etwas zu plaudern. Dennoch: Als man die Geduld verteilte, stand ich nicht unbedingt in erster Reihe. Als mein Höckerchen also getrocknet war, ging ich meiner Berufung nach: Ich schliff wieder was das Zeug hielt. Der Trick hierbei: Durch das Schleifen kommt die erste, dunkle Farbschicht durch und der Shabby-Look ist perfekt. Mit Sicherheit eine einfache Arbeit - aber mit einem großen Ergebnis! Ich merke mir diese Vorgehensweise ganz bestimmt für weitere Projekte.


Ich bin jedenfalls stolz wie Oskar und mein Shabby-Höckerchen macht sich ganz hervorragend in meiner beinahe ausschließlich weiß eingerichteten, kleinen Wohnung. Außerdem hatte ich einen supertollen Tag bei den herzlichen, hilfsbereiten und gastfreundlichen Stukenbrocks und die Blogger-Mädels sind an dieser Stelle auch ganz lieb geherzt! Ich freue mich, wenn wir uns bald wiedersehen!

Habt Ihr auch schon ein Möbelstück aufgemöbelt? Und habt Ihr vielleicht auch nützliche Tipps?

Liebst,
Eure Vivienne

PS: Folgt Marion und Ralf gerne bei Facebook oder stattet Marion persönlich einen Besuch in ihrem Laden Herzberg in Ottensen ab.

Kommentare:

  1. Liebe Vivienne, das klingt nach einem supertollen Tag und nebenbei hast Du auch noch was lernen können. Und ich jetzt auch durch Deine Beschreibung. :)
    Schade, dass es so was in Wi nicht gibt, ich hätte auch ein paar ältere Möbelchen, die ein bißchen Aufarbeitung brauchen könnten, aber so ganz ohne Anleitung traue ich mich da nicht dran.
    Liebe Grüße aus Deiner alten Heimat., Monika

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  2. Ich habe einen alten Spiegel daheim, an dem Kerzenhalter sind und dessen Seiten man klappen kann. Der wartet noch ganz dringend auf Aufarbeitung. Habe ihn damals auf einem Flohmarkt in Lüneburg gekauft. Mal schauen, was daraus wird …
    Eure Möbelstücke sehen richtig klasse aus!

    Liebe Grüße,
    Mareike

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  3. Hallo Vivienne,

    Sind dabei viele Schmuckstücke entstanden ... toll ...
    Ich finde es immer klasse was so ein kleiner Klecks Farbe zaubern kann ...

    Ich wünsche dir einen schönen Tag.
    Herzliche Grüße
    Jutta

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  4. Hi,

    ich bin gerade auf deinen Blog gestoßen und finde ihn total toll! :) Dein Design und vor allem der Header sind der Wahnsinn!
    Und da mir deine Themen auch sehr zusagen, wollte ich fragen ob du vielleicht an einem Bannertausch interessiert wärst :)
    Ich habe dich schon mal bei mir verlinkt.

    Liebste Grüße ♥

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  5. Also ich finde, dein Höckerchen ist ganz fantastisch geworden! Und du hattest auch noch Zeit, all die wunderbaren Fotos zu machen - umso besser! Jetzt habe ich direkt Lust bekommen, auch mal wieder einem alten Möbelstück neuen Wind einzuhauchen. (:

    Alles Liebe & hoffentlich bis bald,
    Laura

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